Der menschliche Körper ist höchst individuell. Was dem einen gefällt, mag dein Gegenüber manchmal gar nicht. Was für mich bequem ist, ist für den Anderen höchst unangenehm. Eine dieser Sachen, die bei jedem Menschen sehr unterschiedlich sein kann, ist das Ohr. Manche haben große Ohren, manche haben kleine Ohren. Manche haben große Ohren, aber einen kleinen Hörgang. Andere sind eigentlich zierlich, haben aber einen sehr großen Hörgang. Trägt man Over-Ear-Kopfhörer, sind diese Unterschiede eher selten ein Problem. Denn die Kopfhörer bedecken einfach die gesamte Ohrmuschel.

In Ear Kopfhörer hingegen haben genau mit diesem Problem zu kämpfen. Jedes Ohr ist anders und die einzige Lösung, die Kopfhöreranbietern bisher eingefallen ist, sind unterschiedliche „Stöpsel“, die man auf die Kopfhörer setzen kann. Es wird Personen geben, die ohne Probleme mit den vorgegebenen Größen zurechtkommen. Und es wird Personen geben, bei denen keiner der mitgelieferten Stöpsel so recht passen möchte. Aus diesem Grund ist dieser Artikel extrem subjektiv. Es wird Leser*innen geben, die werden mein Problem mit den AirPods genau nachvollziehen können und es wird Leser*innen geben, die werden einigen meiner Aussagen widersprechen.

3 Jahre durch dick und dünn mit den AirPods 1. Generation

Musik ist eine dieser Sachen, die starke Gefühle in uns auslösen kann. Ein Song kann uns in pure Freude versetzen und den regnerischsten Sommertag für einige Minuten vergessen lassen. Umgekehrt kann unsere fröhliche Stimmung in Sekundenschnelle in Trauer umschwenken, weil im Radio plötzlich ein Song läuft, mit dem wir einen traurigen Moment in unserem Leben verbinden. Die Liebe zur Musik ist so groß, dass wir zu positiven Nachrichten gerne mal „Das ist Musik in meinen Ohren“ sagen.

So emotional Musik auch ist, mit dem Gegenstand, der die Musik in unsere Ohren schallen lässt, haben wir meist keine enge Verbindung. Kopfhörer sind Kopfhörer. Meist nach wenigen Monaten kaputt und klassische Austauschware. Vor etwas mehr als drei Jahren änderte sich das aber bei mir. Während meines Urlaubs an der US-Westküste sah ich immer wieder Menschen mit AirPods herumlaufen. Zu dieser Zeit waren diese auf den Straßen Hannovers noch rar. Nachdem ich fast drei Wochen am Stück die AirPods gesehen und vor Ort in Cupertino getestet hatte, habe ich mir zum Urlaubsende ein Paar gegönnt. Im wunderbaren L.A. habe ich bei strahlendem Sonnenschein die Kopfhörer ausgepackt und von diesem Moment an habe ich meine AirPods 1. Generation geliebt.

Etliche Reisen, Lauftouren, Halbmarathons, Arbeitstage und Fahrten zu Arbeit habe ich mit meinen AirPods durchlebt. Sie waren immer ein zuverlässiger Begleiter und sehr flexibel. Egal, ob im Büro oder beim Laufen. Meine AirPods waren immer dabei. Nach über drei Jahren täglichem Einsatz hat sich leider der Akku verabschiedet. Selbst eine kurze Laufeinheit von unter einer Stunde wurde bereits zur akkutechnischen Herausforderung.

Da die letzten zwei Apple Keynotes keine neuen AirPods hervorgebracht haben, musste ich mich entscheiden. Kaufe ich mir die AirPods 2. Generation oder die AirPods Pro. Ausprobieren war während der Pandemie leider nicht möglich. Auf Basis von YouTube Rezensionen entschied ich mich für die ca. 190 Euro teure Pro Version, anstatt für die ca. 110 Euro teure Classic Version. Diese Entscheidung bereue ich nach ungefähr drei Monaten. Warum das so ist, möchte ich euch im Folgenden erzählen.

AirPods Pro zum Laufen

Die AirPods Pro fallen bei Aktivitäten aus den Ohren

Dieser Blog ist ein Laufblog. Wie nicht schwer zu erraten, laufe ich gerne und häufig. Also müssen meine Kopfhörer auch zum Laufen geeignet sein. Die klassischen AirPods haben Laufeinheiten in der Regel gemeistert. Selten ist vorgekommen, dass mein Ohr so schwitzig wurde, dass die Kopfhörer herausrutschten. Bei den Pros passiert das ständig. Und nicht erst, wenn es schwitzig wird. Sobald ich loslaufe, fangen die kleinen Dinger an zu wackeln. Im rechten Ohr hält der Stöpsel relativ gut, im linken Ohr überhaupt nicht. Nach nur wenigen Laufversuchen mit den neuen AirPod Pro habe ich im Internet nach einer Lösung gesucht.

Ich scheine nicht der Einzige zu sein, denn im Internet gibt es mehrere Möglichkeiten, um den Sitz der Kopfhörer zu verbessern. Ich kenne mich mit den In Ear Modellen anderer Anbieter nicht wirklich aus. Wenn ich mir aber für 200 Euro (Originalpreis ca. 270 Euro) In-Ear-Buds kaufe, dann möchte ich auch, dass diese halten. Apple bietet für die individuellen Hörgangsgrößen drei Aufsätze an (S, M, L). Ich habe alle drei Varianten jeweils für eine Woche ausprobiert. Am besten passt mir Größe M. Im Alltag komme ich damit gut zurecht. Zugfahrten, Spaziergänge, während der Arbeit.

Insbesondere ein so innovatives und kreatives Unternehmen wie Apple ist mit seinen Kopfhörern extrem starr. Selbst wenn die Standard-Lösung von Apple nicht für jeden passt, was für mich auch irgendwo nachvollziehbar ist, dann würde ich mir von Apple Zubehör wünschen, dass die Kopfhörer bombenfest in meinem Ohr manifestiert.

Zubehör zum Laufen, damit die AirPods Pro nicht herausfallen

Dass Apple die Kopfhörer so geformt hat, dass sie anscheinend einer sehr großen Masse nicht passen, zeigt eine kurze Suche nach Zubehör für die AirPod Pro auf Amazon. Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze, damit die Kopfhörer richtig halten. Bügel, die am Stiel befestigt werden und um die Ohren gehängt werden, Stöpsel aus einem dehnbaren Stoff, der die Ohren komplett füllt, Gummiaufsätze, die sich in der Ohrmuschel einhaken lassen und so weiter. Ich habe mich zum Beispiel für diese kleinen Gummiaufsätze entschieden, die die Einkerbungen im Ohr nutzen, um einen besseren Halt zu ermöglichen. Das funktioniert in der Praxis auch recht gut. Die Kopfhörer fallen weder beim Laufen noch beim Radfahren oder im Gym aus den Ohren.

Nur haben alle Lösungen dasselbe Problem. Es sind zusätzliche Aufsätze, die immer entfernt werden müssen, bevor die Kopfhörer zurück in das Ladecase gesteckt werden. Und das ist einfach überhaupt nicht smart und ultra nervig. Anstatt sie aus den Ohren zu nehmen und in das Case zu stecken, muss ich immer erst die Gummipröbsel abnehmen und extra verpacken. Andersherum muss ich vor dem Laufen immer erst die Gummikondome über die AirPods ziehen, was jedes Mal locker ne halbe Minute bis Minute dauert. Oft führt es dazu, dass die Ohrstöpsel-Aufsätze dabei abfallen. Schließlich sind alle Lösungen wirklicher Mist und keine smarte Ergänzung zu den AirPods. Als einzige Ausnahme seien die Schaumstoff-Stöpsel genannt, diese müssen aber alle paar Wochen ausgetauscht werden, was das Ganze kostspielig werden lässt.

Zubehör für die AirPods Pro, damit diese richtig halten beim Laufen

Sound der AirPods Pro im Vergleich zu den AirPods 1. Gen

Sound ist bis zu einem gewissen Punkt recht objektiv. Ein billiger Bluetooth Speaker, den man als Werbegeschenk auf einer Messe erhalten hat, wird sicherlich ein schrecklich blechendes Klangbild von sich geben. Eine gute Bose Box hingegen wird sich sicherlich für jeden schöner anhören. Ob nun aber ein 200 Euro Kopfhörer von Apple, von Bose, von Samsung oder von Sennheiser besser klingt, ist oft Geschmacksache. Als ich vor drei Jahren in der wundervollen Sommersonne von Los Angeles saß und die ersten Songs mit meinen neuen AirPods 1. Generation gehört habe, war ich begeistert.

So klein und so eine Klangqualität. Klar war der Bass nicht mehr so stark, wie bei den Over-Ear-Kopfhörer. Aber mir hat der Sound wirklich gut gefallen. Bei den Pros habe ich natürlich noch einmal eine Steigerung erwartet. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass zwischen beiden Varianten zwei Jahre vergangen sind. Ich merke aber im Alltag keinen großen Unterschied. Es ist nicht so, dass ich mir sage „Ohh, das klingt ja wirklich besser als die alten“. Der Bass ist etwas stärker, aber die Klangqualität wäre für mich kein Entscheidungsgrund zwischen Classic und Pro Variante.

Seit kurzer Zeit kann man über Apple Music seine Songs in Lossless Qualität und mit räumlichem Klang hören. Das geht nur mit den Pros und den AirPods Max. Eventuell sorgt dies dafür, das auch ich einen Unterschied bemerke. Da ich aber ein großer Spotify Fan bin, kann ich das nicht beurteilen.

Knöpfe drücken während des Laufens ist eine Farce mit den AirPods Pro

Man glaubt es kaum, aber über die kleinen Stiele lassen sich die Kopfhörer auch steuern. In der Classic Version geht dies über einen Doppeltap. Man tippt zweimal auf den rechten Hörer und die Musik pausiert, man tippt zweimal auf den linken Hörer und die Musik geht weiter. Das fand ich super. Das hat in der Regel einwandfrei funktioniert. Vor allem beim Laufen hat das gut funktioniert. Selbst, wenn man sich in vollem Sprinttempo befindet, bekommt man mehr oder weniger die Finger an den Stängel.

Bei der Pro Variante hat man eine andere Lösung. Diese ist auf den ersten Blick auch deutlich smarter, weil mehr Optionen zur Verfügung stehen. Anstatt zu tippen, muss man richtig klicken. Die Stängel ermöglichen ein physisches Zusammendrücken, man spürt einen Klick. So kann man mit einem Stängel pausieren, fortfahren, vorspulen oder zurückspulen.

Allerdings ist dies für schnellere Läufer nicht wirklich geeignet. Insbesondere in Kombination mit dem Problem des Halts. Da man richtig drücken muss, hält man den Stängel für ganz kurze Zeit richtig zwischen den Fingern. Wer währenddessen am Laufen ist und sich dadurch stark bewegt, der wird regelmäßig die Kopfhörer danach in der Hand halten. Es ist wirklich schwer den nächsten Song zu wählen. Diese Kopfhörer wurden nicht für Sportler konzipiert. Selbst mit den Gummistöpseln zum besseren Halt kann es passieren, dass man die AirPods aus dem Ohr reißt.

In den letzten Tagen habe ich vermehrt langsamere Läufe gemacht. Bei langsamen Läufen, in Kombination mit dem zusätzlichen Aufsatz funktioniert das Klicken gut. Selbst ein dreifacher Klick, um den letzten Song erneut abzuspielen, klappt gut.

Weniger Funktionen für die Funktionstasten als bei den klassischen AirPods

Bei diesem Punkt bin ich mir nicht sicher. Aber ich glaube, ich konnte bei den AirPods der 1. Generation die Funktionstasten so einstellen, dass ich über einen Tap die Musik lauter oder leiser machen konnte. Man kann jetzt zwar immer mit beiden Seiten pausieren, starten, weiter, zurück auswählen, aber lauter und leiser gibt es nicht mehr. Manuell einstellen lässt sich nur noch, ob mit der jeweiligen Seite Siri aktiviert werden soll oder die Geräuschunterdrückung/Transparenz-Modus.

“Hey Siri“ funktioniert beim Laufen nur, wenn man richtig laut schreit

Jetzt könnte man sagen „Hey Fabian, das ist doch kein Problem! Die Pros haben Hey Siri standardmäßig aktiviert und du kannst es einfach ansagen“. Ja, das dachte ich mir auch. Das ist aber reine Fantasie. Ich komme später noch zu der Qualität der Mikrofone. Diese ist wirklich grottenschlecht. Wer sich gerade im Büro oder in der Wohnung befindet, der wird sicherlich Siri erfolgreich seine Wünsche mitteilen können. Sobald es draußen windig ist oder man sich bewegt, hört Siri einen einfach nicht. Egal, ob auf dem Rad oder beim Laufen. Du musst Siri wirklich anschreien, damit diese sich einschaltet. Wenn man diese Hürde überstanden hat, muss Siri aber noch verstehen, was du eigentlich möchtest. Spätestens da verstummt die liebe Siri schnell und tut so, als hätte niemand nach ihr geschrien. Diese Funktion ist leider vollkommen nutzlos.

Da einen weder „Hey Siri“ gut hört, noch die Knöpfe bei schnellen Laufeinheiten helfen, sind die AirPod Pro, neben dem Halt, einfach nicht wirklich für Läufer*innen geeignet.

Telefonieren außerhalb von Räumen mit AirPods ist für die Person am anderen Ende der Leitung ein Graus

Doch warum hört einen Siri einfach nicht? Das liegt an den Mikrofonen. Die AirPod Pro sind noch kleiner als die normalen AirPods, was zur Folge hat, dass die Mikrofone noch weiter vom Mund entfernt sind, als zuvor. Und jeder von uns weiß: je weiter eine Quelle vom Mikrofon entfernt, desto schlechter hört man diese Quelle.

Wenn ich durch meine Wohnung laufe und telefoniere, dann ist der Sound in Ordnung. Nicht einmal gut, er ist in Ordnung. Bin ich allerdings draussen und es wird windig, dann hört mich mein Gegenüber gar nicht mehr. Die Sprachnachrichten, die ich versende, sind klanglich eine Zumutung. Ich habe wirklich sehr stark darauf gehofft, dass Apple hier nachbessert, aber es ist, durch die kürzeren Stängel, eher schlechter geworden.

Und hier komme ich zu einem weiteren Kritikpunkt. Für wen sind die AirPod Pro eigentlich gedacht? Wer ist die Zielgruppe? Im Alltag erkenne ich, bis auf die Geräuschunterdrückung, keinerlei Vorteile zu der 1. Generation. Für Sportler nicht geeignet. Business People, die durch die Frankfurter Straßen laufen und viel telefonieren? Nicht geeignet! Audiophile, die tollen Klang lieben? Nicht geeignet. Es ist für jeden etwas dabei, aber es ist für niemanden die perfekte Lösung. Vielleicht macht dies den Erfolg aus. Ich persönlich habe aber darauf gehofft, dass man mit den Pros auch richtig telefonieren kann. Anbei findet ihr mal ein paar Tonaufnahmen als Beispiele. Übrigens verschlechtert sich die Tonqualität, wenn man die Geräuschunterdrückung aktiviert hat. Diese also am besten immer deaktivieren.

Und noch ein kleiner Fun Fact. Wenn ihr morgens durch die Stadt geht und nur die Vögel zu hören sind, nehmt mal eine Sprachnachricht auf. Während ihr kaum zu verstehen seid, sind die Hunderte Meter entfernten Vögel in exzellenter Qualität zu hören. Eine neue Zielgruppe?

Geräuschunterdrückung als bestes Feature der AirPods Pro

Ein Feature, welches die Pros von den normalen AirPods unterscheidet, ist die Geräuschunterdrückung. Die Classic Version hat genau einen Modus. So wie man das von Kopfhörern gewohnt ist. Man steckt die Kopfhörer ins Ohr. Prinzipiell hört man noch alles um sich herum, jedoch etwas gedämpfter, da man ja etwas im Ohr hat.

Bei der Pro Version gibt es drei Modi. Neben dem normalen Modus gibt es einen Transparenz-Modus und die Geräuschunterdrückung. Standardmäßig kann man mit einem längeren Druck auf den Stängel zwischen Transparenz und Geräuschunterdrückung wechseln. Der Transparenzmodus ist besonders gut geeignet, wenn man sich im Straßenverkehr befindet. Oder wenn man an der Kasse steht und kurz bezahlen möchte. Der Transparenzmodus ist also einerseits gut nutzbar, wenn man gerade Musik hört oder wenn man die Musik gerade aus hat.

Dasselbe gilt für die Geräuschunterdrückung. Hier habe ich im Alltag verschiedene Anwendungsfälle. Das ist eine Funktion, die ich wirklich sehr schätze an meiner Neuanschaffung. Manchmal sitze ich in der U-Bahn und lese einfach Zeitung auf dem Handy oder iPad. Plötzlich wird es laut, weil eine Gruppe von Kindern die U-Bahn Betritt oder weil man eine alte U-Bahn erwischt hat, die im Tunnel extrem laut ist. In diesen Fällen stecke ich die Kopfhörer ins Ohr und schalte die Geräuschunterdrückung ein. Das ist wirklich bombastisch. Es wird gleich viel leiser um einen herum. Solange keine Musik eingeschaltet ist, bekommt man immer noch die Umweltgeräusche mit, jedoch viel leiser.

Ähnliches Szenario, nur bin ich gerade dabei Musik zu hören. Es wird laut in der Bahn, Kinder schreien, irgendwer telefoniert gerade. Vor allem beim Hören von Podcasts oder Hörbüchern wird das Zuhören extrem anstrengend. Ein Klick, zack, die Welt um einen herum wird still und der Fokus liegt auf den Klängen, die aus den AirPods schallen.

Es gibt für mich noch ein drittes Szenario, bei der ich die Funktion wirklich oft nutze. Während ich laufen gehe, verzichte ich am liebsten auf die Geräuschunterdrückung. Diese ist nämlich so gut, dass man kaum noch etwas um sich herum hört. Jedoch gibt es Tage, da bläst einem der Wind so stark um die Ohren, dass man im Transparenz-Modus die Musik nicht mehr hört. Die Geräuschunterdrückung schafft es, den Wind herauszufiltern. Der Musikgenuss steigt sofort. Natürlich nutze ich die Funktion auch gerne im Büro, im Fitnessstudio oder in anderen Umgebungen, wo ich mich von der Umwelt abschotten möchte.

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Preis-Leistungs-Verhältnis AirPod Pro vs. AirPod

Die AirPods 2. Gen kosten auf der Apple Website 179 Euro. Die Pro 279 Euro, also 100 Euro mehr. Bleiben wir aber realistisch. Die meisten suchen im Internet nach dem besten Preis. Selbst bei Amazon kosten die AirPods 2. Gen nur noch 130 € und die AirPods Pro 195 Euro. Auf myDealz findet man auch gerne mal Preise um die 100 Euro respektive 180 Euro. Die Preisdifferenz ist jedoch immer ähnlich. Zwischen 60 und 100 Euro beträgt die Differenz zwischen beiden Varianten. Folgende Vorteile hat die Pro Version:

  • Geräuschunterdrückung
  • Induktives Ladecase (Kostet bei der 2. Gen extra)
  • 3 anpassbare Größen
  • Etwas besser Schutz vor Wasser
  • 3D Audio Sound
  • Lossless Audio Quality

Im Gegensatz zur ersten Generation habe ich zudem festgestellt, dass die Pro Version zwischen verschiedenen Geräten Switches kann. Wenn ich auf dem iPad ein YouTube Video schaue und eine Sprachnachricht auf dem iPhone anhören will, dann wechseln die AirPods Pro einfach das Gerät.

Meine ganz subjektive Einschätzung ist, wem beide Kopfhörer passen, der sollte sich zwei Dinge fragen:

  • Welches Design gefällt mir besser?
  • Benötige ich die Geräuschunterdrückung?

Natürlich hat man seit iOS 14.5 auch die Option Lossless Audio Quality über die Pros abzuspielen. Da stellt sich mir jedoch die Frage, wem die Audioqualität so bedeutungsvoll ist, wer kauft sich dann In-Ear-Kopfhörer und nicht Over-Ear-Kopfhörer. Die AirPods haben für mich einen wirklich beeindruckenden Klang. Aber die kleinen Dinger halten niemals mit einem guten Over-Ear-Kopfhörer mit. Ich glaube nicht, dass sich der Klang der AirPods durch die Lossless Qualität stark verbessern wird.

Für manche sind 60 Euro nicht viel Geld, für andere ist es ein enormer Unterschied. Wenn wir das Geld egal ist, dann hol dir einfach die Pro Version (solange sie passen). Wer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte meiner Meinung nach zu den AirPods 2. Gen greifen.

Übrigens geistert seit einem Jahr das Gerücht einer neuen AirPod Generation, den AirPods 3. Gen. Es sind angeblich keine neuen Pros geplant. Die neue Generation wird dann natürlich erst einmal 180 Euro kosten. Also ähnlich viel, die die AirPod Pros 1. Gen. Eventuell werden die AirPods 2. Gen aber noch einmal etwas günstiger.

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Fazit – die AirPod 1. Gen waren eine der besten Käufe meines Lebens. Die AirPod Pro sind ein eher ärgerlicher Kauf der letzten Jahre

Der Artikel wirkt sicherlich sehr negativ. Darum möchte ich erst einmal sagen, dass AirPods, egal ob Classic oder Pro, einfach geile Kopfhörer sind. Im alltäglichen Gebrauch sind diese einfach unschlagbar. Sie connecten in wenigen Sekunden mit dem Handy. Der Akku hält ewig, das Case lädt die Kopfhörer wieder auf. Es gibt keine lästigen Kabel. Es gibt ein Mikrofon zum Telefonieren. Ich möchte meine AirPods nicht mehr missen.

Wie oben geschildert, war der erste Kauf vor 3 Jahren eine Offenbarung. Ich kann mich noch an jedes Detail des Kaufes erinnern und an meine pure Freude, als ich den ersten Song darüber hörte. Bei den AirPods Pro fing das negative Kauferlebnis bereits damit an, dass ich gar keine neuen wollte, sondern neue brauchte, weil die Alten nur noch 30 Minuten Akku hatten. Zudem war der Unterschied zum Vorgängermodell für mich so gering, dass ich einfach enttäuscht war. Ich dachte, die Pros wären eine technologisch großer Schritt nach vorne. Es waren jedoch nur kleine Veränderungen. Bis auf die Geräuschunterdrückung, die ist mega! Der Sound allerdings unterscheidet sich für mich kaum. Im Nachhinein hätte ich mir eher die AirPods 2. Gen gekauft und mir die 60 bis 80 Euro Preisdifferenz gespart. Jetzt habe ich die Pros und bin damit natürlich auch zufrieden.

Meine Fragen an euch

Welche guten Alternativen gibt es?

Gibt es Kopfhörer, in einer ähnlichen Preiskategorie, die besser als die AirPods sind? Welche kannst du da empfehlen?

Verbinden sich andere Wireless Kopfhörer ebenfalls in Sekunden?

Was mich seit jeher bei den AirPods fasziniert, ist die Tatsache, dass sich die Kopfhörer sofort verbinden, sobald diese aus dem Case genommen werden. Zuvor hatte ich die Beats im Einsatz. Dort musste ich immer erst den Bluetooth Knopf drücken und oft das Gerät erst in den Einstellungen auswählen. Wie ist das bei anderen Kopfhörern der Konkurrenz? Ist dieses Fast Pairing eine Funktion, die Apple Geräten vorbehalten ist oder können das mittlerweile alle Anderen auch?

Welches Zubehör könnt ihr für die AirPods Pro empfehlen?

Meine aktuelle Lösung, um die AirPods beim Laufen nutzen zu können, ist ausreichend, aber nicht wirklich cool. Das ewige Gefrickel, um diese Kondome auf die AirPods zu bekommen, nervt einfach. Kennst du eine gute Alternative, die ich noch nicht gesehen habe?