Für viele meiner Hobbies gebe ich viel Geld aus. Vor allem neue Technik schlägt immer wieder ein Loch in meinen Geldbeutel. “Technik die begeistert” finde ich immer wieder. Eines dieser Technik Gadgets ist meine Apple Watch, die mich, zusammen mit der Laufapp “iSmooth Run” täglich begleitet.

Für’s Laufen allerdings gebe ich nicht viel Geld aus. Das letzte Paar Schuhe stammt aus einer Zeit, in der Corona noch ein Bier war. Und meine Laufklamotten habe ich entweder bei Amazon gekauft oder auf irgendwelchen Laufevents oder zu Feiertagen geschenkt bekommen. 

Das Einzige, was ich mir in letzter Zeit für meine Laufeinheiten gekauft habe war eine richtig gute Stirnlampe. So konnte ich auch meine regelmäßigen 5 Uhr Läufe im Winter problemlos durchführen. Achja! Ein Paar Handschuhe waren auch notwendig, weil ich diese im Herbst beim Abschließen meines Fahrrads verloren hatte.

Gesucht! Irgendwas um meine Sachen beim Laufen zu verstauen

Doch für eine Sache habe ich immer wieder Geld ausgegeben. Und zwar für die Suche nach dem perfekten Begleiter für meine Laufeinheiten. Bei jeder Laufeinheit habe ich mein Handy und meinen Schlüssel dabei. Da meine Laufbekleidung keine Taschen hat, muss ich diese irgendwo verstauen. Aber wo?

Laufrucksack

Gürteltasche: Ein Graus

Zuerst habe ich mir eine Gürteltasche geholt. So ein Ding, dass man sich um den Bauch schnallt. Ich habe mir davon sogar zwei verschiedene Varianten geholt. Beide hatten bei Amazon gute Bewertungen. Doch entweder sind die Bewertungen gefaked oder ich bin zu doof, mit diesen Taschen umzugehen.

Bei Gürteltaschen habe ich immer zwei Zustände. Entweder wackelt die ganze Tasche vor sich hin und rutscht mir herunter. Oder der Gürtel ist so eng, dass ich keine Luft mehr bekomme. Beides ist super unangenehm. Eine der Gürteltaschen hatte sogar Platz für eine Trinkflasche. Wie das gehen soll, frage ich mich bis heute. Bei jedem Schritt ist mir die Flasche in den Bauch gekracht und dann wieder in die untere Gegend. Für Spaziergänge sicherlich gut. Für Laufeinheiten ein Graus.

Form Belt –  Eine gute Idee

Nachdem ich die Gürteltaschen voller Frust in die Ecken meines Schrankes verbannt hatte, musste eine neue Lösung her, um Handy und Schlüssel einzupacken. Also habe ich mir einen Form Belt geholt.

Das Prinzip ist ähnlich der Bauchtasche/Gürteltasche. Nur schlüpft man in den Form Belt hinein. Dank eines Gummizugs schmiegt sich dieser Gürtel um die Hüfte und bleibt so fest, ohne zu wackeln. Dazu habe ich mir noch eine “Soft Flask” bestellt. Das sind kleine Trinkflaschen, die faltbar sind und so perfekt in die Gürteltasche passen.

Die ersten Wochen habe ich den Form Belt geliebt. Alles saß, nichts wackelte. Handy und Schlüssel waren verstaut und auch 250 ml Wasser konnte ich einpacken. Doch nach wenigen Wochen kam auch hier die Ernüchterung. Der Gummizug wurde immer lascher und irgendwann begann auch der Form Belt ständig zu rutschen. Ich habe mich eine ganze Zeit diesem Schicksal hingegeben und den Gürtel alle paar Minuten hochgezogen.

Formbelt Laufgürtel

Bildquelle: formbelt.de

Für lange Läufe hatte ich mir in der Zwischenzeit einen 10 Liter Laufrucksack von Salomon bestellt. Den kann ich auch heute noch wärmstens empfehlen. In Kombination mit einer Trinkblase sind damit längere Läufe super zu absolvieren.

Doch für einen 5 bis 12 Kilometer-Lauf möchte ich nicht jedes Mal meinen Rucksack vorbereiten und mitnehmen. Hinzu kommt, dass ich das Handy einfach schlecht erreiche mit diesem Rucksack. Für ein spontanes Foto oder der Auswahl einer neuen Playlist in der Spotify-App ist das ziemlich blöd.

Laufweste – Naked Running Vest

Vor einigen Wochen hat mir einer der vielen Werbe-Algorithmen die Firma NAKED in die Timeline gespült. Das Konzept fand ich sofort mega geil. Man trägt eine hautenge Weste, wie einen zu kleinen Pulli. Da die Weste so eng ist, kann auch nichts wackeln.

Es ist Platz für zwei 500 ml Flaschen, für ein Handy, für Riegel und an den Seiten gibt es ein extra Fach, in das man den Schlüssel legen kann. Zudem ist im Rückenbereich zusätzlicher Platz, zum Beispiel für eine Regenjacke. Das ganze kostet ca. 100 Euro.

Ein stolzer Preis für ein bisschen Stoff. Aber das Konzept hat mich überzeugt. Anfang April habe ich mir die Weste bei Sporthunger bestellt. Dafür habe ich die Größentabelle genutzt und die angeblich passende Laufweste bestellt.

Laufshop – Sporthunger

Den Shop von Sporthunger kann ich übrigens sehr empfehlen. Ich stand mit dem Support mehrmals in Kontakt und der Austausch war super. Die Jungs waren sehr freundlich, haben schnell geantwortet und waren sehr kulant. Zudem war in der Bestellung noch eine Kleinigkeit enthalten. Wenn ich es richtig verstanden habe, betreiben zwei begeisterte Läufer diesen Shop.

Atemprobleme – Einfach zu eng

Zurück zur Naked Running Vest. Diese ist wenige Tage später bei mir angekommen. Beim ersten anprobieren hatte ich schon die Vermutung, dass die Laufweste zu eng ist. Ich dachte mir aber “Hey, die muss ja eng sein. Sonst wackelt doch alles!”.

Das Anziehen der Weste war schon nicht einfach. Der erste Versuch die Weste auszuziehen, muss ein lustiges Spektakel für die Nachbarn gewesen sein. Ich habe sicherlich 5 Minuten gebraucht, um die Weste wieder auszuziehen. Mittlerweile geht es ganz schnell, die ersten Versuche waren aber etwas mühsam.

Ich habe also die zwei 500 ml Trinkflaschen gefüllt, die in dem Preis enthalten sind, mein Handy eingeworfen, den Schlüssel verstaut und bin losgelaufen. Der erste Lauf war sehr unangenehm und das Luft bekommen viel mir schwer. Bei den nächsten Läufen wurde es etwas besser, aber das Gefühl war nicht angenehm.

Da ich aktuell eh mit Atemproblemen kämpfe, wurde das Tragen für mich immer ungemütlicher. Ich habe während und nach dem Tragen das Gefühl, dass sich alles verspannt hat und und ich meine Brust erst einmal wieder einrenken muss. Eventuell habe ich einfach ein, zwei Nummern zu klein bestellt. Aber nach 4 Wochen Einsatz hat mich das Konzept nicht überzeugt. Da meine Atembeschwerden mit der Weste nur noch schlimmer worden, ist diese gestern ebenfalls in der Ecke meines Schranks gelandet.

Zwei weitere Argumente, die gegen die NAKED Running Vest sprechen: 1. Die Weste mal eben schnell ausziehen, weil man z.B. in den See springen möchte, ist nicht möglich, da man erst alle Teile entnehmen muss. Das mache ich im Sommer sehr oft. 2. Man kann die Weste immer erst packen, wenn man diese angezogen hat. Man kann diese nicht vorbereiten und schnell überziehen.

Laufweste - Naked Running Vest

Weiter auf der Suche nach dem passenden Trinkrucksack

Nun habe ich schon soviel getestet und einiges an Geld investiert. Doch eine Lösung, die mir wirklich gut gefällt, die habe ich immer noch nicht gefunden. Bei einer ersten Recherche bin ich auf die Trinkwesten von Salomon aufmerksam geworden. Besonders interessant finde ich die Modelle ADV Skin 12 und Skin 5. Diese haben aber stolze Preise. Je nach Shop liegt der Preis zwischen 90 und 150 Euro.

Die Angst vor einem erneuten Fehlkauf ist natürlich angestiegen. Was mir an dem Konzept von Salomon gut gefällt ist die Tatsache, dass es eine Weste ist, bei der man mit den Armen einfach reinschlüpft, wie bei einer normalen Jacke. Zudem kann man individuell einstellen, wie eng die Weste anliegen soll. Ist nur die Frage, ob dann noch alles so gut hält. Durch den Corona Lockdown ist es aktuell auch leider nicht möglich, sich die Westen im Sportgeschäft einmal anzuschauen. Da bleibt einem nur online bestellen und ausprobieren.

Nun ist der Text erst einmal vorbei, aber meine Suche nach dem perfekten Laufbegleiter für Handy, Schlüssel, Soft Flosk Trinkflasche und Schokoriegel noch nicht. Sobald ich ein Update habe, werde ich diesen Artikel aktualisieren. Über jegliche Tipps eurerseits würde ich mich natürlich sehr freuen.